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16.05.2019

GPK-Branchentagung in Düsseldorf: Veränderungskulturen mit neuen Perspektiven

Es wird viel über Disruption im Zuge des digitalen Wandels gesprochen. Doch welche konkreten Ideen gibt es, damit der „digitale Appsolutismus“, wie der Autor und Psychologe Stephan Grünewald die Smartphone-Orientierung unserer Gesellschaft bezeichnet, um wirklich neue Türen für den stationären Handel zu öffnen? Damit beschäftigten sich zahlreiche Experten während der GPK-Branchentagung des Handelsverbandes Koch- und Tischkultur, die am 14. und 15. Mai in Düsseldorf stattfand. Dort gab es Abwechslung pur: hochkarätige Vorträge, Diskussionsrunden, Best-Practice-Beispiele und Workshops.

In ihrer Eröffnungsrede betonte Christina van Dorp, Präsidentin des Handelsverbandes Koch- und Tischkultur, dass die Stärken der Händler in der Kundenorientierung liegen, diese allerdings Schwächen bei den Prozessen zeigen. In dem anschließenden Psychogramm, dass Stefan Grünewald von der Gesellschaft zeichnete, machte der Experte deutlich, wie wichtig es heute ist, seine Kunden beim Einkaufsprozess nicht nur zufrieden zu stellen, sondern auch zu elektrisieren. „Was können Sie Ihren Kunden außer Produkten noch mitgeben, um ihre Leben zu verändern?“ stellte Grünewald eine interessante Frage in den Raum.

Einen nicht minder spannenden Perspektivwechsel forderte der Retail-, Multichannel- und Innovationsexperte Frank Rehme: „Wir müssen Fan unserer Kunden werden und nicht die Kunden zu unseren Fans machen.“ Am Beispiel der Stadt Langenfeld machte er deutlich, wie sich Zutrittshürden abbauen und gemeinsam mehr Frequenzen schaffen lassen. „Die Visiter-Journey lebt von ,Magic Moments‘.“

Wie Ikea den Transformationsprozess angeht und künftig eine gute Balance zwischen On- und Offline schaffen will, skizzierte Michael Mette, stellvertretender Geschäftsführer von Ikea Deutschland. Neben neuen digitalen Tools will die Nr. 1 des deutschen Möbelhandels schon bald mehrere kleine City-Lösungen in Berlin testen. „Wir sind auf der Suche nach geeigneten Standorten.“ Wobei weder die konkrete Größe derzeit feststeht, noch ob Flächen gemietet oder gebaut werden. Die Wahrscheinlichkeit, freies Bauland in der Hauptstadt zu bekommen, scheint allerdings nicht sehr groß zu sein.

Lesen Sie weitere Pläne der Schweden sowie spannende Inhalte von der GPK-Branchentagung in der Juni-Ausgabe von Lifestyle by „möbel kultur“.


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